Wenn Kunden bei uns im Atelier stehen und zusehen, wie der Laserkopf über Holz oder Edelstahl wandert, kommt fast immer irgendwann dieselbe Frage: „Was ist das eigentlich für eine Maschine – und wer baut sowas?" Die Antwort ist eine der schnelleren Erfolgsgeschichten der Maker-Branche, und wir erzählen sie hier einmal vollständig: die Geschichte von xTool.
Als offizieller xTool ProHub Partner und Betreiber eines der größten xTool-Showrooms in Deutschland arbeiten wir bei CreaBlond täglich mit dieser Technik. Bevor wir erklären, warum wir uns bewusst für xTool entschieden haben, lohnt sich ein Blick darauf, wo die Marke eigentlich herkommt.
Vom Bildungsroboter zum Laser – die Wurzeln bei Makeblock
xTool ist keine eigenständige Firma, sondern eine Marke von Makeblock, einem 2011 in Shenzhen gegründeten Unternehmen unter der Leitung von Gründer und CEO Jasen Wang. Bekannt wurde Makeblock zunächst nicht mit Lasern, sondern mit Bildungsrobotik und STEAM-Baukästen für Schulen und junge Maker – also eher mit dem, was man aus dem Technikunterricht kennt, als mit Hochleistungslasern.
Um 2020 erkannte das Team eine Lücke im internationalen Markt: Es gab kaum erschwingliche, kompakte Lasergeräte für Bastler:innen, kleine Werkstätten und Selbstständige außerhalb Chinas. Aus dieser Beobachtung heraus entstand die Idee zu einer neuen Produktlinie – und 2021 wurde daraus die eigenständige Marke xTool.
2021 – der Kickstarter, der alles veränderte
Den Anfang machte die xTool M1, eine Hybrid-Maschine aus Lasergravur und Messerschnitt, finanziert über eine Kickstarter-Kampagne. Das Projekt sammelte rund 2,6 Millionen US-Dollar ein und wurde damit zum meistfinanzierten Laser-Projekt des Jahres auf der Plattform. Für ein noch unbekanntes Gerät aus einer bis dahin auf Bildungsrobotik spezialisierten Firma war das ein bemerkenswerter Start – und der Beginn eines sehr schnellen Wachstums.
Vom Geheimtipp zum Platzhirsch
Was danach folgte, liest sich wie ein Lehrbuchbeispiel für schnelles Hardware-Wachstum: Nach eigenen Angaben sind inzwischen über 405.000 xTool-Maschinen weltweit vernetzt und haben gemeinsam mehr als 150 Millionen Aufträge abgeschlossen. Laut Angaben aus den Börsengangs-Unterlagen hält xTool mittlerweile einen Marktanteil von 47 % am weltweiten Desktop-Lasermarkt, gemessen am Bruttowarenwert.
Auch finanziell zeigt sich das Wachstum deutlich: Der Umsatz stieg von umgerechnet rund 190 Millionen Euro im Jahr 2023 auf etwa 320 Millionen Euro im Jahr 2024. Das Unternehmen beschäftigte 2025 rund 750 Mitarbeitende, der Großteil des Umsatzes stammt aus dem Auslandsgeschäft – allen voran aus den USA und Europa, also genau den Märkten, in denen auch unsere Kundschaft unterwegs ist.
Die Produktfamilie: D, M, F, P – und die neuen Printer
Statt eines einzigen Alleskönners hat xTool im Lauf der Jahre vier Laser-Produktlinien aufgebaut, die unterschiedliche Einsatzzwecke abdecken – und zuletzt zwei eigene Drucksysteme ergänzt:
| Serie | Technologie | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| D-Serie | Offener Diodenlaser | Einstieg, Hobby, kleines Budget |
| M-Serie | Laser + Messerschnitt (Hybrid) | Bastelprojekte, Papier, Vinyl, Gravur kombiniert |
| F-Serie | Faser- & Dioden-Kombigerät | Mobil, Metall und organische Materialien |
| P-Serie | Geschlossener CO2-Laser | Werkstatt- und Serienproduktion |
| Apparel Printer | DTF-Drucksystem (Doppel-Druckkopf) | Textildruck in Serie, T-Shirts & Hoodies |
| O1 Omni | UV / DTG / DTF / UV-DTF in einem Gerät | Multimaterial-Druck: Acryl, Holz, Glas, Metall, Textil |
Das Flaggschiff der P-Serie, der xTool P2, gewann 2024 einen Red Dot Design Award und gilt als vollständig gekapselter, Class-1-zertifizierter Laser – ein Sicherheitsstandard, der besonders für den Einsatz in Ateliers, Werkstätten und öffentlichen Räumen relevant ist. Gesteuert werden alle Modelle über die kostenlose, plattformübergreifende Software xTool Creative Space, die je nach Modell auch mit der verbreiteten Dritt-Software LightBurn zusammenspielt.
Warum das für dich als Kund:in relevant ist: Je nach Maschine unterscheiden sich Wellenlänge, Leistung und Sicherheitsklasse erheblich. Welcher Lasertyp zu welchem Material passt, erklären wir ausführlich in unserem Beitrag Welcher Laser für welches Material?
Nicht nur Laser: xTool Apparel Printer und der neue O1 Omni
xTool ist längst kein reiner Laserhersteller mehr. Für unseren T-Shirt-Druck in Nürnberg setzen wir auf den xTool Apparel Printer – ein DTF-Drucksystem mit zwei Epson-I1600-Druckköpfen, einer Auflösung von bis zu 720 × 1800 dpi und einem G7-zertifizierten Farbprofil. Das Gerät druckt und presst per Ein-Klick-Workflow in rund acht Minuten, überwacht Luftfeuchtigkeit und Temperatur selbstständig und löst bei Bedarf automatisch eine Druckkopfreinigung aus. Für uns bedeutet das: vollfarbige, waschbeständige Motive auf Baumwolle, Polyester und Mischgewebe – ohne die Druckqualität dem Zufall zu überlassen.
Noch frischer ist der xTool O1 Omni Printer, den xTool selbst als weltweit ersten „Omni Printer" bewirbt: eine einzige Desktop-Maschine, die UV-Druck, DTG, DTF und UV-DTF-Druck vereint und damit Acryl, Holz, Glas, Metall und Textilien gleichermaßen bedrucken kann. Die globale Vorbestellphase startete am 29. Juni 2026, der reguläre Verkaufsstart mit Restzahlung ist für den 15. Juli 2026 angekündigt, erste Auslieferungen sollen ab August 2026 folgen – die Preise reichen je nach Ausstattung von 1.699 bis 2.799 US-Dollar. Wir haben hier tatsächlich schon einen Vorsprung: Als ProHub Partner testen wir bereits einen Prototypen des O1 Omni ausgiebig bei uns im Studio, noch bevor das Serienmodell überhaupt ausgeliefert wird. Unser Fazit steht schon fest – das Serienmodell werden wir definitiv anschaffen, sobald es verfügbar ist.
Januar 2026: der nächste große Schritt – Börsengang in Hongkong
Dass xTool kein kurzlebiger Maker-Hype ist, zeigt der aktuellste Schritt: Am 1. Januar 2026 hat die Konzerngesellschaft xTool Innovate Limited den Zulassungsantrag für ein Listing am Main Board der Hongkonger Börse eingereicht. Berichten zufolge steht hinter dem Unternehmen unter anderem der Technologiekonzern Tencent als Investor. Ob und wann der Börsengang tatsächlich vollzogen wird, stand zum Zeitpunkt dieses Artikels noch nicht endgültig fest – die Antragstellung allein zeigt aber, dass aus einem Kickstarter-Projekt in wenigen Jahren ein kapitalmarktreifes Unternehmen geworden ist.
Warum wir bei CreaBlond auf xTool setzen
Als familiengeführter Handwerksbetrieb in der Nürnberger Altstadt hätten wir uns für jeden Hersteller entscheiden können. Wir haben uns bewusst für xTool entschieden – und sind mittlerweile offizieller xTool ProHub Partner mit einem der größten xTool-Showrooms in Deutschland, direkt in der Vordere Ledergasse 12.
Der Grund ist simpel: Wir betreiben unser gesamtes Tagesgeschäft mit dieser Technik – von der Lasergravur über den Apparel Printer für unseren Textildruck bis zum O1 Omni, den wir als Prototyp bereits ausgiebig testen dürfen. Wenn wir eine Gravur, einen Laserschnitt oder ein bedrucktes Shirt für dich anfertigen, läuft das über genau die Maschinen, die wir auch im Showroom zeigen. Das bedeutet, unsere Beratung kommt nicht aus dem Prospekt, sondern aus dem täglichen Einsatz – inklusive der Fehler, Grenzen und Stärken, die man erst nach hunderten Aufträgen wirklich kennt.
Wer selbst über die Anschaffung eines eigenen Lasers nachdenkt, kann bei uns unverbindlich verschiedene Modelle live testen, eigenes Material mitbringen und in Ruhe vergleichen. Für Tests mit stärkeren, offenen Lasern stellen wir selbstverständlich die nötige Schutzausrüstung bereit – auch dafür ist unser Mitinhaber Dado Brkasic als geprüfter Laserschutzbeauftragter ausgebildet.
Willst du einen xTool Laser live erleben?
Komm vorbei in unseren Showroom in der Nürnberger Altstadt – kostenlose Vorführung, eigenes Material willkommen, keine Verpflichtung.
Termin anfragen →Und falls du selbst kein Gerät kaufen, sondern einfach ein fertiges Produkt haben möchtest: Genau dafür sind wir da. Mehr zu unserem Angebot findest du auf der Seite zur Lasergravur in Nürnberg oder bei den personalisierten Geschenken.
Häufige Fragen zu xTool
Wer steht hinter xTool?
xTool ist eine Marke von Makeblock, einem 2011 in Shenzhen gegründeten Unternehmen, das ursprünglich Bildungsrobotik und STEAM-Produkte herstellte. Gründer und CEO ist Jasen Wang. Die Marke xTool wurde 2021 gestartet, als Makeblock sein Angebot auf digitale Fertigungsgeräte für Maker und kleine Unternehmen erweiterte.
Ist xTool ein seriöses Unternehmen?
Ja. xTool erzielte 2024 einen Umsatz von umgerechnet rund 320 Millionen Euro, beschäftigt etwa 750 Mitarbeitende (Stand 2025) und hält laut eigenen Angaben einen Marktanteil von 47 % am weltweiten Desktop-Lasermarkt. Das Modell xTool P2 gewann 2024 einen Red Dot Design Award. Anfang Januar 2026 hat die Konzerngesellschaft xTool Innovate Limited zudem den Antrag für einen Börsengang an der Hongkonger Börse eingereicht.
Wo kann ich xTool Laser in Nürnberg live testen?
Im CreaBlond Showroom in der Vordere Ledergasse 12 in der Nürnberger Altstadt. CreaBlond ist offizieller xTool ProHub Partner und einer der größten xTool-Showrooms in Deutschland. Die Vorführung ist kostenlos, du kannst eigenes Material mitbringen und verschiedene Modelle direkt vergleichen.
Was unterscheidet xTool von anderen Laserherstellern?
xTool deckt mit vier Produktlinien (D, M, F und P) ein breites Spektrum von Einsteiger-Diodenlasern bis zu geschlossenen CO2-Industrielasern ab, liefert mit xTool Creative Space eine kostenlose eigene Software und betreibt weltweit ein Netzwerk aus Showrooms und Vorführpartnern wie CreaBlond, in denen Interessierte Geräte vor dem Kauf live testen können.
Ist xTool bereits an der Börse gelistet?
Nein, noch nicht. Die Konzerngesellschaft xTool Innovate Limited hat am 1. Januar 2026 lediglich den Zulassungsantrag für ein Listing am Main Board der Hongkonger Börse eingereicht. Ob und wann der Börsengang tatsächlich vollzogen wird, stand zum Zeitpunkt dieses Artikels noch nicht fest.
Welche xTool Laser nutzt CreaBlond?
CreaBlond arbeitet im Alltag mit mehreren xTool-Modellen aus der P-, F- und M-Serie und deckt damit CO2-, Faser-, MOPA-, Dioden- und Infrarot-Gravur unter einem Dach ab. Im Showroom stehen zusätzliche Modelle zum Testen bereit, auch wenn sie im Tagesgeschäft nicht ständig im Einsatz sind.
Was ist der xTool Apparel Printer?
Der xTool Apparel Printer ist ein DTF-Drucksystem mit zwei Epson-I1600-Druckköpfen, einer Auflösung von bis zu 720 x 1800 dpi und G7-zertifizierter Farbkalibrierung. Er druckt und presst Motive per Ein-Klick-Workflow in rund acht Minuten und überwacht Luftfeuchtigkeit sowie Temperatur automatisch. CreaBlond setzt dieses Gerät für den eigenen T-Shirt-Druck in Nürnberg ein.
Was ist der xTool O1 Omni Printer?
Der xTool O1 Omni ist laut Hersteller der weltweit erste „Omni Printer", der UV-Druck, DTG, DTF und UV-DTF-Druck in einer Desktop-Maschine vereint und damit Acryl, Holz, Glas, Metall und Textilien bedrucken kann. Die globale Vorbestellphase startete am 29. Juni 2026, der Verkaufsstart ist für den 15. Juli 2026 angekündigt, erste Auslieferungen sollen ab August 2026 folgen. CreaBlond testet als ProHub Partner bereits einen Prototypen ausgiebig im eigenen Studio und wird das Serienmodell definitiv anschaffen, sobald es verfügbar ist.